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 Adrianos ya Partholon & Sayuri serra Partholon

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Charypta

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BeitragThema: Adrianos ya Partholon & Sayuri serra Partholon   Do Jan 15 2015, 21:52

Was gab es besseres als die neu erlernten Kampfeskünste an einigen Räubern zu erproben?
So nahm Leandros ya Kouramnion seinen Sohn Adrianos, acht,  und dessen Cousin Miltiadis ou Partholon, zwölf, mit in die Umgebung von Balan Mayek. Dort haben die drei schnell eine Spur von Straßenräubern aufgespürt. Diese Bande lebt an einem Bachlauf in einer windschiefen Holzhütte. Sieben ruchlose Ganoven, zwei Frauen, fünf Männer. Die Gegner sind schnell niedergestreckt und die Hütte wird nach Diebesgut durchsucht. Gefunden werden zwei Kinder von sechs und vier Jahren mit granatrotem Haar, ein kleiner Junge und seine ältere Schwester, Akihito und Sayuri. Ihre Eltern waren von jenen Räubern überfallen worden und die Kinder als Haussklaven oder zukünftiges Kapital mitgenommen worden. Wer die Eltern seien  und ob sie noch leben, woher sie kamen und wohin sie gingen, wissen die Kinder nicht. Resultat des Entführungsschocks. Die Kinder werden mit in das Haus der Cammer  genommen und bekommen dort erst einen Unterschlupf. Nachdem sie sich in kürzester Zeit als fähig bewiesen haben, erhielten sie eine Anstellungen. Akihito wird ein meisterlicher Schmied, der es ebenso versteht mit seinen Waffen als auch dem Schmiedehammer umzugehen. Sayuri stellt sich als wissbegierig heraus und hilft hier und dort in der Partholon Heimstätte. Sie saugt Unmengen an Bücherwissen auf. Adrianos erhält zusammen mit seinen drei Brüdern und zwei Schwestern eine militärische Ausbildung. Doch  ist er Kleoniki i Partholons Liebling, da er als Einziger die blonden Locken der Mutter geerbt hat. Die übrigen Geschwister sind braunhaarig wie der Vater. Dieser ist streng und setzt viel auf Disziplin und Ehrgefühl. So müssen seine Kinder die Grundausbildung bei den einfachen Legionären absolvieren, denn es gibt im Militär keine Extrawurst für Optimaten (British Royals). Adrianos interessiert sich so sehr für Strategie, dass er das ein oder andere Mal die Übungsstunden verlässt um in die Bibliothek zu entschwinden. Dort vertieft er sich über Stunden in die Geschichte der Großen Strategen der vergangenen Zeiten. Bei einem dieser Ausflüge beobachtet er Sayuri, die die Bibliothek mit einigen Büchern verlässt, aus einer Laune heraus, folgt Adrianos ihr. Es stellt sich heraus, dass Akihito im hinteren Bereich seiner Schmiede einen Insektokoper baut. Er ist zwar mechanisch begabt, aber hat er keinen Sinn für das Fliegen an sich (Höhenangst). Seine Schwester, die das Fliegen sehr fasziniert, aber nicht in der Lage ist selbst so ein Gerät zu bauen, arbeiten die Geschwister gemeinsam daran. Adrianos ist sofort Feuer und Flamme für das Projekt und so kommt er Sayuri näher.
Leandros beäugt das Hobby seines Sohnes misstrauisch, solange er nicht seine Leibesübungen dafür vernachlässigt, wird ihm jedoch dieser Zeitvertreib gewährt. Seine Gattin Kleoniki interessiert sich hingegen sehr stark für das Thema und beginnt sogar selbst Flugstunden zu nehmen. Auf einem ihrer Flüge kommt es jedoch zum Absturz und die Partholon Optimatin kommt tragischerweise ums Leben. Ihr Leichnam kann jedoch geborgen und beigesetzt werden. Mit ihrem Tod fällt Adrianos plötzlich aus der Rolle des Familienlieblings, es kommt zum Vater-Sohn-Konflikt. Leandros hat seine Gemahlin sehr geliebt und es war eine glückliche Ehe. Er gibt die Schuld an den Insektokoperabsturz seinem Sohn, da dieser seiner Mutter die „Flausen“ vom Fliegen in den Kopf gesetzt hat. Zusätzlich erinnert Adrianos Äußeres, wie auch seine Art, Leandros täglich an seine Geliebte Kleoniki. Fast kam es zum Eklat zwischen Vater und Sohn. Die Partholon sind für ihre Gefühlskälte bekannt, dennoch sind sie noch immer Menschen. Leandros ruft Adrianos zu sich, er solle den Insektokoper zerstören an dem er baut. Doch der Sohn weigert sich, es war sein Projekt an dem sein Herzblut hing. Mit den Worten „Ich habe meine Gattin an solch eine Apparatur verloren…, meinen Sohn werde ich nicht auch noch daran verlieren!“, stürmt der Ältere aus dem Raum und zerstört in einem Flammeninferno die Schmiede bis auf die Grundmauern. Adrianos schaut fassungslos auf das brennende Gebäude. Während der Vater kühl an ihm vorbei zieht und ihm zuflüstert: „Bist du nicht willig so brauch ich Gewalt…“
Leandros glaubt mit dieser Aktion seinen Sohn zurückbekommen zu haben. An diesem Tag verlor er nicht nur seinen Sohn sondern auch seinen besten Schmied. Denn Akihito serr Partholon befand sich in der Schmiede, als diese explodierte.
Am darauf folgenden Tag verließen Adrianos und Sayuri das Anwesen. Zur Verabschiedung kamen nur die beiden älteren Brüder Adrianos.


-------------------------------------------------------------------------------------------------------------Zusatzinformationen-------------------------------------------------------------------------------------------

Haus Partholon:

- kultivierte Kavaliere
- Die Kampfeslust muss im Zaum gehalten werden
- Ausbildungen zu Offizieren, Befehlshaber auf dem Schlachtfeld, Anführer gnadenloser
Stoßtrupps und furchtlose Kriegsflieger
- Prinzipientreue: Emotionen verbergen, Höflichkeit bewahren
- Kampfmagier, Kampf mit Stab und Speer
- Leibwächterdienste, Durchführung von gefährlichen Luftfahrt- und Söldnermissionen
- Kriegsmacht als Basis aller Herrschaften und zusammen mit Magier ist sie unbezwingbar

Vesai

- Stammen aus dem Südkontinent Meralis
- Reinweiße Haut und Rotes Haar, leicht schräg gestellte Augen, mandelförmig, häufig rote Färbung
- Schlanker und größer als Menschen
- Konzept der Ordnung ist das höchste Maß
- Jähe Veränderungen und Umwälzungen sind beunruhigend und Werk des Chaos
- Kulturvolk mit hochentwickelten Gebräuchen
- Alles hat seine Ordnung und sein Zeremoniell
- trotzige/kränkende Worte bringen Schande über den Sprecher
- Glauben ist eine private Sache
- Verehrung vieler kleiner Lokalgottheiten:
Sika-Ryo, die alles belebende Urkraft
Nyarakka, allesdurchwirkende Weltgeist, der Grundgedanke der Schöpfung
Die Oktadengötter sind Beamte am Götterhimmel um die Ordnung nicht zu gefährden
- Loyale Höflinge Bewahrung des höfischen Zeremoniells und der Etikette wichtiger ist als Intrigen
- Allgemein sind sie friedlich und meiden Schlägereien, auch wenn sie recht geschickt mit Messern und
Fäusten sind, in den Legionen und Myriaden werden sie Tokedon oder Pläkler eingesetzt

Balan Mayek

Balan Mayekist die heruntergekommene Hauptstadt des Horasiats Mayenios, die früher mehr als das doppelte der heutigen Einwohnerzahl beherbergte. Sie liegt an der Galeerenbucht und hat damit einen Zugang zum Thalassion. Der hiesige Hauptkriegshafen des Imperiums mit fast tausend Galeeren ist nur teilweise einsatzbereit.

Nach der Verfluchung des Thalassions durch den Gott Ephar erfolgte ein schleichender Niedergang, der sich über Jahrtausende hinzog. Die Stadt zeichnet sich durch folgende Besonderheiten aus:

- Zuckermonopol
- Kriegshafen
- Besonderheit der Kristalltempel der Charypta, der von Ephar aus dem Wasser gehoben wurde

Adrianos ya Partholon

- Hjaldinger (Imperiale Kultur!)
- hohe Durchhaltekraft, ansonsten Ausgewogen, Schwachpunkt Fingerfertigkeit
- Neugierig, Arrogant und Spielsüchtig…
- Verpflichtungen und Prinzipientreue des Hauses Partholon
- Optimat
- Vollzauberer, Begabung für Essenzbeschwörungen schon früh entdeckt
- Traditionalist mit offenen Augen
- Kampf als Selbstdisziplin und Meditation
- Glaube an Götter ist jedem selbst vorbehalten, erachtet die acht Götter als
wichtig und würde nie wissentliche gegen sie Handeln
- Kentema, Säbel und Schild

MU: 13, KL: 12, IN: 12, CH: 13, FF: 10, GE: 13, KO: 15, KK: 13

Sayuri serra Partholon

- Vesai
- Herausragendes Aussehen und Charisma
- Eitel und Neugierig
- Verpflichtungen und Prinzipientreue des Hauses Partholon
- Honoratin
- Ordnung ist das höchste Gut
- Kampf als Selbstdisziplin und Wahrung der Ordnung
- Hält an den alten Traditionen ihres Volkes fest
- Gläubig, aber dies ist nichts worüber man offen spricht
- Säbel und Bela

MU: 12, KL: 13, IN: 12, CH: 15, FF: 13, GE: 13, KO: 13, KK 10

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Thargunio

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BeitragThema: Re: Adrianos ya Partholon & Sayuri serra Partholon   Do Jan 15 2015, 22:39

Unterschreibe ich so. Motivation kannst du gerne mit uns absprechen ansonsten hätte ich noch einge Fragen zu Vor- und Nachteilen und Abenteuerpunkten...

Edit: Mit Meister gesprochen vieles geklärt!


Zuletzt von Thargunio am Sa Jan 17 2015, 13:34 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Charypta

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BeitragThema: Re: Adrianos ya Partholon & Sayuri serra Partholon   Sa Jan 17 2015, 01:20

Draydalân

Nachdem Adrianos und Sayuri Balan Mayek den Rücken gekehrt hatten, ließen sie sich bei der imperialen Armee verpflichten.
Zunächst führte ihr Weg sie nach Balan Tholdaron um dort eine kleinere Rebellion zu stürzen. In diesem Kampf tat sich Adrianos als fähiger Taktiker heraus, nachdem er der Befehlshaberin Panagiota te Partholon einen entscheidenden Hinweis für die militärische Strategie gegeben hatte und somit den Kampf um einige Tage verkürzte. Die Offizierin war so beeindruckt, dass sie dem Eleven ein Empfehlungsschreiben gab und setzte sich für eine Versetzung nach Draydalân ein, unter der Führung ihres guten Vetters XXXXX xxx Partholon.
So kamen Adrianos und Sayuri nach Xarxaron, welches sich als Schutzwall gegen das verfluchte Land sieht. Von dort aus starteten ihre Einsätze in das Land des Schädelgottes.
Eine ganze Siedlung nahe der Grenze in der anthalischen Savanne wurde von einem draydalanischen Kampftrupp verschleppt, da die Draydal keine Nahrung zu sich nehmen. Sie ernähren sich über Lebenskraft anderer Geschöpfe. So war das Ziel des Einsatzes die entführten Bewohner der Siedlung zu befreien und dem Gegner wertvolle Nahrung zu entreißen.

Zunächst musste das Ziel mit Insektokoperflügen ausgekundschaftet werden, wobei Sayuri und sechs weitere Soldaten teilnahmen. Bei einem dieser mehreren Erkundungsflügen kam es witterungsbedingt zum Absturz, Sayuri und drei weitere Soldaten überlebten. Sie konnten sich in einer Höhle verstecken und eine vorbeikommende Karawane überfallen. Das schwächste Glied, einer der Händler, konnte isoliert werden und wichtige Informationen wurden Preis gegeben. Unter zu Hilfenahme der Güter aus der Karawane konnte der Insektokoper für einige Flugstunden wieder einsatzfähig gemacht werden und die Informationen ins Basislager gebracht werden. Dieser Absturz war ein Glücksfall, da die Informationen der Karawanenmitglieder direkt zu den Entführern führten und so konnten in einer späteren Mission einige Siedler gerettet werden.
Einzelne Missionen führten den Trupp auch über den Ghulenwall um dort Konvois zu überfallen. Es gab vereinzelt Scharmützel mit Ghulentrupps in militärischen Vorposten des Landes und eine größere Schlacht gegen Pardirkriegern in einer draydalanischen Militärgarnison.

Bei einem Außenposten gelang es Adrianos und Sayuri mit einigen weiteren Soldaten einzudringen um den Posten von innenheraus zu zerschlagen. Die Gruppe löste jedoch den Alarm aus und wurde getrennt, jeder versuchte unentdeckt heraus zu kommen. Dabei gerieten Adrianos und Sayuri in eine Art Bibliothek und konnten einige Schriften, unter anderem ein Buch der Chrysotheos, entwenden. Mit einem genauen Grundriss des Außenpostens konnte dieser binnen weniger Stunden zerschlagen werden.
Was die Beiden dort sahen machte sie zornig auf diese Wesen, die sich so dem Schädelgott verkauften (Vorurteile Draydal). Sayuri lernte grundlegende mechanische Techniken um Insektokopern und ihre Scharfschützen-Bela zu reparieren. Ihr Offizier XXXX xxx Partholon nahm Adrianos seine Prüfung ab und machte ihn zum Adeptus. So erhielt er seine Triopta. Sein Siegel befindet sich nun im Besitzt seines neuen Mentors.
Nach dem Sieg über einen weiteren Außenposten, in dem sich wieder Adrianos als meisterlicher Stratege hervortat, endete die zehn Jährige Dienstzeit an der draydalischen Front für XXXX xxx Partholon und er wurde in ruhigere Gefilde versetzt. Doch ohne seinen Lieblingsschüler/mittlerweile Ziehsohn wollte der Optimat nicht fort. So kamen Adrianos und Sayuri ebenfalls nach Sidor Echiba.


Draydalân Aufklärungsbericht

- Heimat der Draydal
- Heiß und trocken
- Dem Land wurde von seinen Bewohnern die Lebenskraft entzogen, so eine wirklich tote Wüste mit leblosen Steinen und Felsbrocken
- Kultur sehr expansiv, da sie fremde Lebenskraft zum Überleben brauchen
- Das Land ist wichtig für den Kult des Schädelgottes, weil dort die wichtigsten Städte und Tempel liegen, ebenso sind die für den Kult wichtigsten Bodenschätze dort zu finden
- Dort lebende Wesen sind vergeistigt
- Harmosten: Offiziere und Verwalter sind menschenähnlich, aber totenbleich mit durchscheinender Haut, blaugrauen Adern und schwarzen Augenringen
- Ephoren: Armeekommandanten und Statthalter haben durchsichtige Haut, sodass man ihre weißen Sehnen und roten Muskeln erkennen kann, als wären sie lebendig gehäutet
- Hegemonen: höchste Priesteradlige, unsichtbare Haut und Musklen, daher erscheinen sie nur noch als Skelette
- Je vergeistigter ein Draydal ist desto weniger kann er mit fester Nahrung anfangen und desto mehr fremde Lebenskraft braucht er zum Überleben.

- Die Opfer des Lebensraub werden zu Ghulen, den Fußsoldaten, ebenfalls viele Pardir stehen im Dienst des Landes des Schädelgottes

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Thargunio

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BeitragThema: Re: Adrianos ya Partholon & Sayuri serra Partholon   Sa Jan 17 2015, 02:33

III. Anthalia Bericht – Strategischer Bericht        
          39. Tag des I Oktals 4777 IZ


An SENIOR-TRIBUN Myratias nah Partholon, Cammer Sidor Echiba
An STRATEGOS Leandros ya Kouramnion, Cammer Balan Mayek
     
An Oberste Haus Leitung  -OHL-  Cranarenius, Cammer Cranarenius

Strategischer Bericht: Die anthalische Steppe ist in erster Linie ein Schlachtfeld auf dem sich Truppen aus Drydal im Westen und dem Imperium im Osten gegenüberstehen. Hinter dem Ghulenwall im Westen erstreckt sich Drydal. Der Ghulenwall selbst kann nur an zwei bekannten Stellen überschritten werden. Zum einem am Knochenpass und zum anderen am Ghulenjoch. Dem Feind ist dieser Umstand sehr wohl bekannt und so sind diese Stellungen stark befestigt. Um Osten liegt das Gebirge von Xarxaron, welches das Bollwerk unserer Seite darstellt. Die antalische Steppe wird in der Mitte vom Blauen Orismani durchflossen und mündet im See Viralath. Am Nordufer des Sees liegt die Handelsmetropole Viralis, welches einen der bedeutendsten Machfaktoren der Region darstellt. Ein weiterer Machtfaktor sind die Bündnisse unter den Stadtstaaten selbst. Diese liegen an den Ufern des Blauen Orismani und können sich aufgrund ihrer Größe vor potentiellen Übergriffen der Drydal selbst schützen. Konkret handelt es sich dabei um, im Fließrichtung des blauen Orismani aufgezählt: Dharracish, Sidor Nesserias, Urzumandrias, Myriadopolis, Nyranthapolis, Axozyras und Viralis. Im Süden endet die Steppe am Pardirdschungel, im Nordosten grenzt sie an die Rharcornos-Savanne. Im Nordwesten an die Tafelberge von Vinshina.
Die Bewohner der Stadtstaaten sind stolz auf ihre Unabhängigkeit haben jedoch Angst vor einem eskalierenden Konflikt der beiden Großmächte. Die Bevölkerung in diesen ehemaligen imperialen Musterstädten ist absolut käuflich und man muss mit Vorsicht durch die Straßen wandeln, denn man weiß nicht ob hinter der nächsten Biegung eine drydalanische Delegation oder gut bewachte Handelskarawane eben dieser wartet. Der politischen Struktur ist nicht zu trauen, da sich am Ende jede Stadt näher steht als der Gemeinschaft des Bündnisses. Die Wildlebenden Leonir der Savanne standen den imperialen Truppen neutral gegenüber und sollten weites gehend kein Problem darstellen. Die Ghulltrupps der Drydal, die das Hinterland der Savanne durchkämmen, können eine Gefahr für jeglichen Reisenden darstellen und sie sind absolut nicht zu unterschätzen. Anm. d. Autors: Es sollten stets Gegenmittel gegen die Ghulifikation mitgeführt werden.

Hochachtungsvoll,
JUNIOR-TRIBUN Adrianos ya Partholon




IX. Anthalia Bericht - Zusammenfassung        
       23. Tag des IV Oktals 4777 IZ


An SENIOR-TRIBUN Myratias nah Partholon, Cammer Sidor Echiba
An STRATEGOS Leandros ya Kouramnion, Cammer Balan Mayek
     
An Oberste Haus Leitung  -OHL-  Cranarenius, Cammer Cranarenius

Kampfbericht: Als unser Trupp bestehend aus Myrmidonen, Optimaten und Spezialisten der IX Flugkohorte der XLIV Myriade von Xarxaron, vor neun Oktalen in die anthalische Steppe aufbrach, waren wir noch acht mal acht Männer und Frauen sowie acht Insektokoper. Nach 13 erfolgreichen und 4 fehlgeschlagenen Nadelstichangriffen, Erfolgen in 3 Scharmützeln ohne Verluste, der Festsetzung und Exekution von insgesamt 143 Kollaborateuren und der Befreiung von 8 Siedlern, besteht unsere Einsatzgruppe noch aus gut vier dutzend Kämpfern und fünf Insektopkopern. Einer ist bei einem Absturz unter widrigen Witterungsbedingungen verloren gegangen, konnte repariert werden musste jedoch mangels Ersatzteilen zurückgelassen werden. Ein Insektokoper ist auf dem Flug zum Einsatzgebiet wegen eines technischen Defekts abgestürzt und ein Fluggerät wurde aus einem Hinterhalt heraus abgeschossen. Nach neun Monaten wurde der Einsatz aufgrund von Nachschubmangel beendet.

Strategischer Bericht: Die anthalische Steppe ist in erster Linie ein Schlachtfeld auf dem sich Truppen aus Drydal im Westen und dem Imperium im Osten gegenüberstehen. Hinter dem Ghulenwall im Westen erstreckt sich Drydal. Der Ghulenwall kann nur an zwei bekannten Stellen überschritten werden. Zum einem am Knochenpass und zum anderen am Ghulenjoch. Dem Feind ist dieser Umstand sehr wohl bekannt und so sind diese Stellungen stark befestigt. Um Osten liegt das Gebirge von Xarxaron, welches das Bollwerk unserer Seite darstellt. Die antalische Steppe wird in der Mitte vom Blauen Orismani durchflossen und mündet im See Viralath. Am Nordufer des Sees liegt die Handelsmetropole Viralis, welches einen der bedeutendsten Machfaktoren der Region darstellt. Daneben sind einige größere Stadtstaaten an den Ufern des Blauen Orismani gelegen, die sich jedoch aufgrund ihrer Größe vor potentiellen Übergriffen der Drydal selbst schützen können. Im Süden endet die Steppe am Pardirdschungel, im Nordosten grenzt sie an die Rharcornos-Savanne und im Nordwesten an die Tafelberge von Vinshina.
Die Bewohner der Stadtstaaten sind stolz auf ihre Unabhängigkeit haben jedoch Angst vor einem eskalierenden Konflikt der beiden Großmächte. Die Bevölkerung in diesen ehemaligen imperialen Musterstädten ist absolut käuflich und man muss mit Vorsicht durch die Straßen wandeln, denn man weiß nicht ob hinter der nächsten Biegung eine drydalanische Delegation oder gut bewachte Handelskarawane wartet. Der politischen Struktur ist nicht zu trauen, da sich am Ende jede Stadt näher steht als der Gemeinschaft des Bündnisses. Die Wildlebenden Leonir der Savanne standen den imperialen Truppen neutral gegenüber. Ein Stamm wollte seinen besten Blutbüffel Bullen gegen einen unserer „fliegenden Büffel“ tauschen. Dank dem diplomatischen Geschick von Sayuri serra Partholon konnte eine Eskalation der Situation vermieden werden und die Leonir gaben sich mit einem kurzen Rundflug zufrieden.

Taktischer Bericht: Einige Stadtstaaten des Bundes handeln mit den Drydal und zwar Alles. Von Holz, über Nahrung und Tiere bis hin zu Sklaven. Alles was sich in drydalansichem Gold aufwiegen lässt kommt unter den Hammer. Dieser Lage sollten weitere Beobachtungen zukommen. Weiterhin sollten politische Maßnamen gegen diese Stadtstaaten ergriffen werden. Militärisches Eingreifen ist zum jetzigen Zeitpunkt nur zu erwägen. Ein breiter Einsatz könnte das fragile Machtgefüge der Region ins Chaos stürzen.

Hochachtungsvoll,
JUNIOR-TRIBUN Adrianos ya Partholon




Eine Impression aus Drydalan...
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Charypta

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BeitragThema: Re: Adrianos ya Partholon & Sayuri serra Partholon   Do Jan 29 2015, 10:59

Der Tag der Libelle

Der Nebel des Frühsommers hing noch über den Dächern Balan Mayeks. Die einstige Metropole hatte zwar immer noch gewaltige Ausmaße doch sind fast ein Drittel der Gebäude nicht mehr bewohnt und es mischt sich allzu oft ein Brandgeruch zur frischen Meerluft. Heute aber nicht. Der vor kurzem zum Strategos beförderte Leandros ya Kouramnion gibt gerade dem Leibtrainer seiner Kinder die letzten Anweisungen, bevor er sich zum Magistrat der Stadt aufmacht. Drei Jungen und zwei Mädchen exerzieren unter den wachen Augen des Ausbilders. Der jüngste Bruder ist noch zu klein um an den schweren Übungen teilzunehmen. Er sitzt währenddessen im Gras daneben und schaut sich die Übungen genau an, wohlwissend in zwei oder drei Jahren im Reigen mittanzen zu dürfen. Doch als die Aufmerksamkeit des Leibdieners nachlässt, da er wieder der hübschen Baderin die Blicke nachfliegen lässt und sie anscheinend heute mit ihm auf einer Wellenlänge schwimmt, schleicht sich der Junge Adrianos von der Gruppe weg um seinen Wissengelüsten nachzugeben. Körperliche Ertüchtigung gibt es genug denkt sich der Junge und so ist die Zeit, die sein Vater nicht zuhause ist, die einzige Zeit in der der Junge in der Bibliothek zubringen kann. Sein Vater hat einen besonders strengen Blick auf ihn. Früh wurde schon seine besondere magische Begabung entdeckt. Einige andere Häuser hatten Interesse an ihm und Leandros hätte den Jungen unter anderen Umständen getauscht, aber er erinnert ihn zu sehr an seine geliebte Gattin. Außerdem könnte er es ihr niemals antun, da sie alle ihre Kinder liebt und gerne um sich hat.

Sechs leibliche Kinder nennt die hohe Dame ihr Eigen, von potentiellen Bastarden ihres Gatten will sie nichts wissen. Die Erstgeborene nannte sie nach sich selbst, Kleoniki, ein strenges und ernstes Mädchen. Sie war schon immer mehr Mann als Frau. Für Kleider hatte sie nie etwas übrig und ihre Haare waren schmutzig vom Straßenstaub, wenn sie sich in die Stadt schlich um sich an Kneipenschlägereien zu beteiligen. Dann kamen die Zwillinge, beide, das weibliche wie das männliche waren verwöhnte eitle Heranwachsende geworden. Ihre Mutter, Kleoniki, liebäugelte bereits mit den gleichaltrigen Illacrion und nach einem guten Mentor, der deren Prüfungen ablegen würde. Dann kam Adrianos. Er war der Einzige mit ihren sonnengelben Locken, ein offenes und freundliches Kind. Er zeigte sich auch interessiert an Militärstrategien. Die zwei jüngeren Brüder erwiesen sich als gute Kämpfer und würden dem Haus Partholon Ehre erweisen.
Das Optimatenhaus wurde über die Mutter vererbt und Kleoniki war eine stolze Frau und gute Mutter, doch war sie auch eine Partholon, und als solche zeigte man nicht offen seine Gefühle. Sie übte sich in Selbstbeherrschung und wollte ihren Kindern ein gutes Vorbild geben, während ihr Gatte Leandros ya Kouramnion ein leidenschaftlicher Kämpfer war. In einem Haus voller Partholon und auch noch mitten in der Stadt, er hätte sich auf einem kleinen Landgut wohler gefühlt. Dort konnte er sich besser als Mann behaupten. Einzig für seine große Liebe, Kleoniki, blieb er hier. All ihre sechs Kinder zeigen magische Talente, wenn auch in unterschiedlichen Ausprägungen, etwas was die Eltern ungeheuerlich Stolz machten.
Leandros war außer Haus und Kleoniki musste lächeln, sie wusste, was das bedeutete. Vorsichtig zog sie die Tür ihres Büros etwas zur Seite und erhaschte noch einen kurzen Blick auf Adrianos´ Sandale, als dieser um die Ecke schlich. Er würde wieder in die Bibliothek gehen. Leandros missbilligte dies, er hätte am liebsten alle seine Kinder auf einen Bauernhof ehrliche Arbeit kennen lernen lassen. Doch sie waren in der Stadt und Bildung könnte genauso wenig schaden, wie die Bauernarbeit.

Leider musste ihr Gatte nur selten zum Magistrat und wenn er auf Reisen war sperrte er die Bibliothek immer zu, damit Niemand seine Bücher lesen oder gar beschädigen konnte. Er war in dieser Beziehung ziemlich eigen. Nachdem Adrianos das Arbeitszimmer seines Vaters erreicht hatte schlich er sich immer noch beobachtet fühlend an der transparenten Tür des Zimmers vorbei um in die Bibliothek zu kommen.
Nachdem der Vater den Jungen einmal erwischt hat wie er in der Bibliothek war und in seinen Büchern gelesen hat anstatt zu trainieren, hat Leandros darauf bestanden immer einen freien Blick auf den Gang zu haben. Weitere Maßnahmen wie eine permanente Verrieglung konnte Kleoniki jedoch verhindern, da auch sie des Öfteren Bücher braucht um ihrer Arbeit nachzugehen. Jedoch bestand Leandros darauf, dass auch sie Adrianos verbietet zu studieren. Kleoniki versprach mit Besten Wissen und Gewissen zu handeln, wenn sie den Jungen erwischen sollte. Doch war sie auch nicht mehr die Jüngste und ihre Sinne ließen nach… vor allem das Gehör…
Adrianos öffnete die rechte Flügeltür zur Bibliothek. Das dritte Regal auf der rechten war sein Ziel. Sechs Meter hoch reichte das Regal in den Raum der durch eine Dachkuppel erhellt wurde. Adrianos kletterte auf das erste Regalbrett um die Bücher auf dem dritten Boden zu erreichen. Die unteren beiden Böden hatte er bereits durchgelesen oder konnte die Sprache in der die Werke geschrieben wurden nicht verstehen. Der Junge hat, jedoch auch dann das Buch durchgeblättert und sich zumindest die taktischen Zeichnungen angesehen. Die Tür zur Bibliothek geht mit einem knarren auf, der Junge wird starr vor Schreck. Vater so früh schon zurück? Sonst kommt doch immer vorher ein Diener der Vater Bücher raussucht. Aber so früh?
Adrianos lugt vorsichtig um die Ecke und sieht ein Mädchen. Sayuri heißt sie. Adrianos atmet leise aus bleibt aber dennoch in Deckung.

Sie hatte ihr granatrotes Haar zu einem langen Zopf geflochten, der bei jedem ihrer Schritte leicht wippt. Ihre Füße steckten in feinen Sandalen und so schlich sie leicht füßig in die andere Richtung. Adrianos streckt sich weiter um besser um die Bücherwand sehen zu können und beobachtet sie, wie sie in einen anderen Gang abbiegt. Seufzend lehnt er seinen Hinterkopf gegen die Bücherrücken, er sitzt noch immer auf dem dritten Regalbrett und lässt die Beine baumeln. Sayuri war recht süß, wenn er es sich recht überlegte. Ihre wachen mandelförmigen Augen, die hohen Wangenknochen, ihr Körper der langsam zu dem einer Frau heranwuchs. Sein Stirnband juckte während er überlegte, warum musste Optimaten auch immer ihre Stirn bedecken? Es war so unpraktisch!
„Was lest Ihr, Herr?“ Die klare Stimme ließ Adrianos aus seinen Gedanken reißen und er schwankte bedrohlich aus seinen erhöhten Sitzplatz. Er sah unter sich, wo das hübsche Vesaimädchen mit zwei Büchern im Arm stand. Schnell rückte er sein Stirnband zurecht und räusperte sich: „Ich lese die alten Taktikberichte meiner Ahnin, der großen Stratega Nymeria il Partholon. Man kann viel von ihr lernen! In einer Schlacht hat sie die feindlichen Truppen ausgetrickst, indem sie…“ Er stockte und versuchte seine Aufregung zu bändigen. „Verzeiht! Ein Partholon sollte nicht so leidenschaftlich sprechen!“ Zitierte er errötend seine Mutter. Wieder räusperte er sich: „Und Ihr? Was macht Ihr in der Bibliothek meines Vaters?“ Sayuri zuckte mit den Schultern: „Ich bin nicht sein Fleisch und Blut, Herr. Ich muss nicht an allen Übungsstunden teilnehmen, Herr. Mir hat Euer Herr Vater sogar erlaubt mir Bücher auszuleihen.“ Adrianos´ Augen wurden groß: „Ihr dürft Bücher ausleihen?“
„Ja, Herr. Verzeiht wenn ich Euch verwirrt habe, aber wie gesagt, ich scheine freier zu sein als Ihr es seid“, ihr Blick huschte über die Regelreihen.
Diese Anmaßung gefiel Adrianos gar nicht und er sprang mit einem Satz auf den Teppich und hob drohend seinen Finger: „Ich soll nicht frei sein? Wie könnt Ihr es wagen? Ein Wort von mir… Nur ein Wort zu Mutter und Ihr werdet…“
„Bitte, Kinder!“, Kleoniki war in den Raum getreten, Adrianos hatte seine Stimme zu sehr erhoben. „Sayuri, geh! Und mein Sohn…“ Böse funkelte sie ihn an. „Scheinbar lasse ich dir tatsächlich zu viel durchgehen! Ein Partholon hat sich zu beherrschen, vor allem vor Anderen!“ Als das Mädchen die Bibliothek verlassen hatte, kniete die Mutter vor ihren Sohn: „Auch ich habe Leidenschaften, schließlich haben auch die Partholon Gefühle. Aber du musst dringend lernen sie im Zaum zu halten, mein Sohn. Auf dem Schlachtfeld ist ein kühler Kopf das Wichtigste! Zorn oder Leidenschaft kann deine Sinne trüben und dein Leben kosten im Angesicht mit dem Feind.“ Adrianos sah tief in die Augen seiner Mutter und war schwer beeindruckt von ihren weisen Worten.

„Also mein Junge, jetzt geh schnell zurück zu den Anderen. Vater wird bald wieder hier sein und er wird merken, dass du geschwänzt hast wenn du nicht nass geschwitzt bist, wie ein Loualil.“
„Danke… Mama.“
„Mein kleiner Adrianos. Du erinnerst mich immer an deinen Großvater. Weißt du als ich klein war hat er mir immer aus den Strategieberichten des ersten Imperiums vorgelesen und mir stets eine taktische Analyse gegeben. In einem gesunden Körper muss auch ein gesunder Geist stecken. Dein Vater vernachlässigt das manchmal zu sehr… jetzt aber los, mein kleiner Strategos!“
Mit einem breiten Lächeln ging der Junge aus der Tür. Kleoniki ordnete die Bücher zurück ins Regal an dem Adrianos war und nahm sich eins mit in ihre Stube, damit es den Anschein hatte als habe sie die Bücher durchsucht. Bevor er zu seinen Geschwistern zurückkehrte, sprang Adrianos noch in den Karpfenteich im hinteren Teil der Stadtvilla. Als er bei seinen Geschwistern ankam war er so nass wie sie. Keine fünf Minuten später kam Leandros auch schon zurück und erkundigte sich beim Leibtrainer, ob auch alle ihre Übungen gemacht haben. Der Trainer bestätigte, dass alle ihre Übungen gemacht haben. Dann sah er sich seine Kinder an. Augenscheinlich hat sich ein Kind besonders angestrengt. Adrianos. Zur Belohnung für seinen Fleiß versprach er dem Jungen ihm heute Abend ein Buch aus der antiken imperialen Kriegsführung zum lesen zu geben. Adrianos lehnte dankend ab. Es sei den anderen Geschwistern nicht fair gegenüber sie haben mindestens so hart gearbeitet wie er und haben daher viel eher eine Belohnung verdient. Vom Großmut seines Sohns beeindruckt gestattete er jedem seiner Kinder einen Wunsch. Der wahre Hintergrund warum Adrianos ablehnte war der Umstand, dass er die antike Kriegsführung schon mindestens dreimal durchgelesen hatte und sie ihm langwierig und ineffizient erschien so ganz ohne Magomechaniken. Aber da schoss ihm ein Gedanke durch den Kopf… Was hat sich Sayuri für Bücher ausgeliehen? Der Junge wollte es wissen, musste aber auf einen passenden Zeitpunkt warten. Vater konnte er nicht fragen der würde eins und eins zusammen zählen und wüsste was Sache ist. Mutter kann er auch nicht fragen, denn auch ihre Geduld ist erschöpflich und nach seinem Emotionsausbruch heute Morgen kann er froh sein, wenn sie ihm keine Extraaufgaben aufgibt... wie Varken melken…
Doch eine Gelegenheit sollte sich bald Auftun, da Leandros drei Tage später am Abend auf ein Symposium des städtischen Lokedu eingeladen ist und es bis spät in die Nacht dauern soll. Wenn die richtigen Leute da sind sagt Mutter immer bleibt er bis zu den Morgenstunden dort. Die Gelegenheit also.

Nach dem Abendbrot mit der Familie gähnte Adrianos herzhaft. Mit verwunderten Blicken seiner Mutter und seiner Geschwister, die sich noch mit Büchern, Spielsachen und Näharbeiten an den Kamin setzten, verabschiedete er sich. Aber anstatt in sein Gemach zu gehen, wand er sich an den Honoratenflügel des Anwesens. Dort würde er Sayuri finden, die mit ihren Bruder Akihito einen Raum bei den Leibsklaven der engsten Familienmitglieder bezogen hatten. Völlig verloren irrte er die langen Korridore entlang, schlich an offenen Türen vorbei aus denen Lachen drang und lauschte an geschlossenen Türen, in denen er Geschirr klirren hörte. Schließlich entdeckte er um eine Ecke eine junge Sklavin, die die Wandfackeln vom Staub befreite. Sie war jünger als er, eine verschüchterte zierliche Bansumiterin. Vorsichtig sprach er sie an: „Verzeiht…?“ Vor Schreck ließ sie ihr Tuch fallen und starrte ihn mit großen dunklen Augen verängstigt an. Als ihr bewusst wurde, was sie tat, ließ sie sich auf die Knie fall und küsste den Saum seiner Tunika: „Verzeiht, mein Herr, dass ich Euch angestarrt habe! Ich bin ja so unwürdig…“ Sie zitterte am ganzen Leib, so dass es ihm im Herzen schmerzte. Einige Schritt weiter öffnete sich eine Tür und ein granatroter Kopf kam zum Vorschein. Kluge Flammenrote Augen besahen sich die Szene. Adrianos bemerkte Akihito und winkte ihm verzweifelt. Der junge Vesai grinste und flüsterte der Sklavin zu: „Lass gut sein, Val. Es ist besser du gehst und lässt den jungen Herren los.“ Das Mädchen sprang auf und lief mit gesenktem Kopf und knicksend davon. Dankbar trat der Partholon an den Schmiedelehrling. „Mein Herr.“, Akihito senkte seinen Kopf. „Seit Ihr und die Euren meine Schwester und mich von den Dieben befreit habt, haben wir uns nicht mehr gesehen und dies ist bereits etliche Jahre her. Was führt Euch hierher?“ Adrianos sah sich verstohlen um und flüsterte dann: „Mich hat interessiert, welche Bücher Eure Schwester von meinem Vater entleiht.“ „Ach so, das“, der junge Vesai nickte und trat aus dem Türrahmen. „Sie hat sie für mich ausgeliehen.“ Das Zimmer war schlicht eingerichtet. Zwei Betten standen sich gegenüber mit je einer Truhe davor. Auf der anderen Seite befanden sich ein Fenster mit der kargen Aussicht auf den gegenüberliegenden Hausflügel und darunter der Waschhof, auf dem die Wäscheleinen hingen. Unter dem Fenster befand sich ein kleiner Tisch mit einer Schale und einem Krug mit Wasser. Ansonsten war das Zimmer leer, auch von Sayuri fehlte jede Spur. „Dort, mein Herr.“, der Vesai zeigte auf eines der Betten, auf dem die zwei Bücher lagen. „Da sind spannende Geschichten über Insektokoperpiloten drin. Leider sind wir hier nicht bei den Quoran, daher muss ich mir die Mechanik von Flugeinsätzen und Reparaturanweisungen zusammensammeln.“ „Die Mechanik?“, Adrianos hob ein Buch auf und besah sich den Einband, ein Flugschiff war darauf abgebildet und der Titel lautete Flugschiffe im Kampfeinsatz. Der Schmiedelehrling sah über die Schulter seines jungen Herrn: „Es ist nur ein Nachschlagewerk, aber ich habe es sicher bereits ein Dutzend Mal durchgelesen. Fluggeräte sind meine Leidenschaft, nur leider wird mir bereits auf Leitern übel.“ Verlegen lächelte er. Adrianos murmelte: „Fluggeräte…“ Während er das Buch mit seiner Hand wog. In den taktischen Berichten hatte er auch bereits von Insektokopern gelesen, aber wirklich interessiert war er bis jetzt noch nicht gewesen. „Ich habe bereits einen in Echt gesehen!“, fiel dem jungen Partholon plötzlich ein. „Der Bruder meiner Mutter fliegt einen im Kriegseinsatz, er ist Militärpilot!“ „Dann wisst Ihr etwas über Insektokoper?“, fragte Akihito aufgeregt. Aber Adrianos schüttelte nur traurig seinen schönen Kopf: „Nein, leider nicht, aber ich könnte meinen Onkel bei seinem nächsten Besuch fragen und ich werde bei nächster Gelegenheit auch darüber etwas in der Bibliothek lesen!“ „Sehr gut, meine angehende Exzellenz!“, grinste der Vesai. „Passt auf! Wenn Ihr mir etwas über die Flugschiffe erzählen könnt, was ich noch nicht weiß, dann werde ich Euch in das Geheimnis von Sayuri und mir einweihen. Einverstanden, mein Herr?“ „Auf jeden Fall!“, Adrianos schlug ein. „Und wenn es Oktale dauert bis ich etwas finde!“

Der Sommer kam und machte einem langen und ausgedehnten Herbst platz der zu Beginn noch Spätsommerliches Wetter zwischen den Nonen brachte, aber mit fortschreitender Dauer nahm die Häufigkeit und Intensität der vom Thalassion aufkommenden Winde stetig zu. Der Winter naht. Für ein bis zwei Oktale wird es stürmisch und regnerisch werden.
Adrianos ist vor kurzem 14 geworden, was unter Abwesenheit seiner Mutter gefeiert werden musste, da ihre Anwesenheit bei den Streitkräften gefordert ist. Mit Ende des 100jährigen Seekriegs ist auch eine Neuordnung der Myriaden erforderlich, bei der Kleonikis Anwesenheit verlangt wird. Sie muss nach Dorinthapolis reisen. Auch gefällt Adrianos der neue magische Mentor nicht dem ihn seine Mutter ausgesucht hat. Ein alter Optimat eines ihm unbekannten Hauses. Er nennt sich auch nur Theokles.
Mutter erzählte, dass er der beste Lehrmeister ist, den sie für den besonders begabten Jungen auffinden konnte. Adrianos gingen schon immer die Zauber leicht von der Hand und war er doch eines der beiden Geschwisterkinder, die volles magisches Potenzial besaß aber Adrianos durfte diese seltene Begabung sein eigen nennen. Sein Lehrer hat ihm jegliche Freizeit abgesprochen, so dass er leider nicht der Recherche für die Insektokoperbaupläne nachkommen konnte. Das stimmte den Jungen eine zeitlang traurig. Sein magischer Mentor war der festen Überzeugung, dass der Junge die äußeren Domänen beherrschen sollte, da sie eine größere Macht innehaben als die Inneren. Kleoniki war zwar zu Beginn darüber schockiert überließ die Entscheidung jedoch ihrem Gatten. Dieser gab sich damit einverstanden, da für ihn der Zweck die Mittel heiligt. Wenn der Junge mächtiger ist mit dieser Art der Zauberei soll er sie lernen. Der Junge lernte verschiedene dämonische Quellen und zeigte sich äußert geschickt im Umgang mit diesen. Von Wesensbeschwörungen riet ihm sein Mentor ab, dafür wäre er nicht Charakterstark genug. Aus Protest legte der Junge einen Essenstreik ein, in dem er auf alle fleischliche Nahrung verzichtet. Sein Lehrer war zwar beeindruckt, lehrte dem Jungen dennoch nicht die Kunst der Wesensbeschwörung. So verging der Herbst und der Winter brach herein.
An einem klaren Wintertag stand Adrianos gerade auf um seine Morgengymnastik zu machen, hörte er ein Geräusch welches er bis dato nur einmal gehört hatte. Ein Lautes Summen was die Luft zu zerschneiden mochte. Er schaute aus dem Fenster und sah einen großen libellenförmigen Insektokoper, der gerade im Innenhof der großen Anlage zur Landung ansetzte. Mutter ist wieder da und Onkel Stelios!
Der Junge streifte sich schnell seine Kleidung über und begab sich zum Innenhof. Das Fluggerät war gerade gelandet und es wurde leiser. Seine Mutter stieg aus und strahlte die versammelte Familie an. Adrianos war froh sie wieder zu sehen. Auch sein Onkel Stelios stieg aus dem Fluggerät und zwar vorne aus dem Führerstand. Auch er hatte die blonden Locken seiner Mutter und das verschmitze Lächeln.
„Schön wieder einmal hier zu sein“, Stelios brüllte gegen die Flügel an. Wenige Momente später verstummte der Lärm und nur noch ein leises Surren war zu vernehmen. „Onkel Stelios“, riefen die Kinder und Jugendlichen. „Und eure Mutter vermisst ihr nicht“, gab Kleoniki gespielt beleidigt zurück. „Natürlich Mutter“, erklangen die Kinder im Chor. Nachdem einige Freundlichkeiten ausgetauscht wurden begibt man sich hinein zum Diner.
Beim reingehen, sprach Adrianos Stelios an: „Exzellenz…“ „Onkel Stelios, Adrianos wir sind hier unter uns!“ „Onkel, ich habe da eine Frage an dich.“ „Natürlich Junge, alles was du wissen möchtest!“ „Du bist ja Flieger und ich wollte dich Fragen, ob du vielleicht…“, der Junge blickt sich um, niemand achtete auf sie, „… einige Bücher kennst in denen die Konstruktion von Insektokopern niedergeschrieben sind?“ Stelios schaut den Jungen verdutzt an. „Adrianos, ich fliege diese majestätischen Apparate, aber wie genau sie funktionieren weiß ich leider auch nicht.“ Der Junge verliert all die Euphorie, die in seinem Blick war. „Aber ich kann meinen Mechaniker fragen. Du hast ja von mir gar nichts zum Geburtstag bekommen. Tja, dann sei mal gespannt, es wird ein Paket für dich kommen.“ Dem Jungen steht die Freude wieder ins Gesicht. „Weist du Adrianos, du erinnerst mich irgendwie an meinen Vater. Er war auch immer so enthusiastisch! Aber genug davon, jetzt lass uns Essen.“
Wenige Nonen, nachdem Stelios zurück geflogen war, kam ein Paket an, welches an den Jungen adressiert war. Es war ein riesiges Paket zwei mal zwei Meter groß. Zum Glück war Vater zurzeit auf Reisen und so konnte er die Kiste in das Zimmer von Akihito und Sayuri bringen lassen. Sie öffneten die Kiste gemeinsam.
In dem Paket befanden sich Pläne, Bücher und magisch aufladbare Teile, die wohl auch zum Bau eines Insektokopers herhalten können. Alle waren außer sich vor Freude.

Sayuri saß mit gekreuzten Beinen auf ihrem Bett und besah sich einen Bauplan. Gähnend ließ sie sich auf die Matratze fallen. In den letzten Oktalen war sie sehr erwachsen geworden, sie hatte ihre erste Monatsblutung bekommen und fühlte wie sich ihr Körper erwachsen wurde. Sie dachte über Adrianos nach, nachdem er ihren Bruder und ihr die Baupläne und Materialien zeigte, hatten sie ihm im Gegenzug in die Schmiede geführt. Bald würde ihr Bruder Akihito selbst in die Schmiede einziehen. Im hinteren Bereich hatte er sich ein Lager errichtet, für Arbeiten die über Nacht von den hohen Herrschaften bestellt waren oder noch Reparaturen, die während des Tages keine Zeit gefunden hatten. Hinter diesem Nachtlager befand sich eine größere Abstellkammer, in dem die drei jungen Erwachsenen an ihrem eigenen Insektokoper arbeiteten. Doch die Schmiedearbeiten von Akihito, das Kampftraining und die magische Ausbildung des jungen Optimaten sowie ihr Tagewerk machten die Arbeit an dem Fluggerät träge. Oft konnten sie mehrere Nonen gar nicht dran arbeiten und so zog sich der Bau bereits über Oktale. Die Vesai rieb sich die Augen, Akihito hatte schwer schuften müssen heute, und schlief bereits, aber sie hatte sich mit Adrianos verabredet. Zwar war auch er erschöpft von heutigen Training und sie hatte den ganzen Tage Wäsche gewaschen, aber morgen war ein freier Tag, den die beiden zum Schlafen nutzen konnten. Die Sonne war noch nicht ganz unter gegangen als sie sich auf dem Weg über das Gelände zur Partholon eigenen Schmiede machte. Natürlich hatten sie ihr Projekt nicht lange geheim halten können, aber die Hausherrschaften hatten nichts gegen diesen Zeitvertreib, solange es nicht die Tagesarbeit beeinflusste.
Adrianos hatte das Abendbrot geschwänzt und saß bereits in der Schmiede mit einer Reis-Gemüse-Suppe, als Sayuri eintrat. Die Beiden nickten sich zu und auch Sayuri nahm eine kleine Tasse mit der Suppe entgegen. Nachdem sie gegessen hatten machten sie sich an die Arbeit. Adrianos stellte sich neben die Vesai und reichte ihr allerlei Werkzeuge und Materialien, während sie damit beschäftigt war die Pläne zu studieren und das eine mit dem anderem in Einklang zu bringen.
Die Sonne ging unter und der Mond schien groß und hell durch das Fenster des Raumes. Den beiden Jugendlichen taten langsam alle Glieder weh, von dem Tageswerk und von der Müdigkeit. Sayuri fischte einen Weinkrug unter der improvisierten Werkbank hervor und einen tönernen Becher. Sie schenkte ein und reichte dem jungen Partholon während sie selbst auf dem kleinen Krug trank. Schweigend hingen Beide ihren Gedanken nach und starrten aus dem Fenster oder auf den halbfertigen Insektokoper. Adrianos trank den Becher mit zwei schnellen Zügen leer und trat an die Vesai um sich nachschenken zu lassen. Sie kamen sich nahe, er nahm ihren Duft von Schweiß, Öl und frischer Wäsche auf. Er hatte sich nach dem Training nicht waschen können, da er direkt in die Schmiede gegangen war. Er verzog das Gesicht, er musste nach den harten Leibesübungen stinken und sah schnell weg. Sie bemerkte seine Unsicherheit und kicherte. Dies fand er unverschämt, schließlich war er Hochgeboren und sie nicht. Er sah ihr direkt in die bersteingelben Augen und errötete, wie hübsch sie doch waren. Verlegen wand Sayuri den Blick ab. Adrianos konnte nicht anders, er musste diesen Körper berühren, erfahren. Er bemerkte wie seine Manneskraft in seinen Lenden erwachten und ihn nach Lust rief. Adrianos kam es so vor als würde er die Szene von außen als Unbeteiligter erleben, sein Körper tat was er wollte, er griff nach Sayuris Arm und zog sie an sich. Erst pressten sie nur ihre Lippen aufeinander, bis er seine Zunge zwischen den ihren schob und ihre Zunge massierte. Er spürte wie seine Hände jeden Spann ihres Körpers ertastete, er strich über ihre Arme und griff nach den schlanken Fingern, sie wanderten über ihren Rücken über ihre Taille und hinab zu ihren Hüften. Schließlich strich er ihr über das Gesicht, Hals und verharrte über ihren Brüsten, die er schließlich zwischen seinen Fingern knetete. Er kniff ihr erst zärtlich, dann stärker in die rosigen Brustwarzen, bis diese hart wurden. Adrianos zögerte, wollte sie es denn auch? Sie bemerkte sein Zögern und nahm seine Hand und führte sie zu der feuchten Stelle zwischen ihren Beinen und nickte kaum wahrnehmbar. Schnell waren die Fibeln der Arbeitskleidung gelöst und die Werkbank freigeräumt. Er hob sie hinauf, wie leicht sie war, und drang in sie hinein. Ein leises erfreutes Seufzen entglitt ihr, als er mit seinen Hüften vor und zurück stieß.

Seit vier Jahren tüfteln die Drei nun schon an dem Fluggerät ohne dabei wirkliche Fortschritte gemacht zu haben. Immer wieder wurden die Baupläne geändert und angepasst um dem wachsenden Können und vor allem dem wachsendem Gewicht und der stetig zunehmenden Körpergröße der zukünftigen Piloten gerecht zu werden. Auch Kleoniki war durch die Drei von der Fliegerei begeistert und wurde in ihrer neuen Position beim Militär als Pilotin angestellt. Sie machte ihnen Mut mit dem Projekt weiter zu machen und stellte des Öfteren kleine Geldgeschenke zur Verfügung um die Materialkosten für das Gefährt zu begleichen.
Versuche die Beziehung zwischen Adrianos und Sayuri geheim zuhalten schlugen fehl und so war es nicht verwunderlich, dass Sayuri als zukünftige Adjutantin für Adrianos vorgesehen war. Die junge Vesai hat sich zu einer sehr kurvenreichen Frau entwickelt. Untypisch für Vesai. Ihre großen Brüste und überaus ausladenden Hüften waren eher die einer Hjaldingerin. Auch Adrianos entwickelte sich in den letzten vier Jahren von einem eher schmächtigen Knaben zu einem jungen muskulösen Mann, der es verstand mit seiner Art jeder Frau zu schmeicheln. Der Tag war gekommen. Adrianos musste die drei theoretischen Prüfungen ablegen, die ihm sein Haus vorschrieb. Zum einen sollte er in einer mündlichen Prüfung unter Aufsicht seines Vaters, seiner Mutter und seinem Mentor Theokles, die militärische Entwicklung des Imperiums aufzeigen und die Bedeutung verschiedener geschichtlicher Schlachten aufzeigen. Den Teil der Prüfung absolvierte der Junge ohne Probleme und konnte teilweise mehr berichten als seine Prüfer wussten. Der zweite Teil der Prüfung war die Vorführung einer Kampfchoreografie, die schlachtfeldtauglich ist. In diesem Teil schnitt der Junge angemessen, aber nicht herausragend ab. Im magischen Teil der Prüfung sollte Adrianos die gängigsten Formen der Schlachtfeldmagie benennen können und die passenden Zaubergesten vorführen um zum Abschluss mit einem Feuerball ein Ziel zu treffen und es in brand zu stecken. Diese Prüfung war ebenfalls kein Problem für den Eleven. Mit bestehen der Prüfung bleiben dem Jungen nun zwei Jahre um die praktische Prüfung bei der Cammer anzumelden. Am Abend schaut er bei seiner geliebten Sayuri vorbei und die beiden feierten sein Bestehen im Stillen, jedoch mehr als ausgiebig mit berauschenden Mitteln und der Fleischeslust.

Ein Sommersturm fegte über die Stadt Balan Meyek. Schwüle Luft dampfte von den Straßen auf. Eine Sänfte bahnte sich einen Weg über die leergefegten Straßen. Sie war silbern und auf der Tür prangte ein roter Speer, der von zwei Rosen umschlungen wurde. Sie hielt vor dem Kammerhaus der Partholon. Ein Mann stieg aus, sein schwarzes Haar wurde bereits von weißen Strähnen durchzogen. Er stand stramm und sein Gang war fest, er war ein hoher Offizier und war es gewohnt Befehle über Schlachtfelder zu brüllen. Er trug ein Bündel vor sich, ein Banner mit dem Partholon Emblem, und als Beweis eine Triopta darauf. Er klopfte hart mit der behandschuhten Hand gegen die Tür. Das Klopfen hallte durch die Eingangshalle. Neugierig streckte Sayuri ihren Kopf aus dem Frühstückszimmer, sie hatte gerade die Teller abgeräumt. Nun lief sie zur Tür, da sonst kein Höfling zu finden war, und öffnete die große Tür. Vor ihr stand ein Mann mit beeindruckenden harten Gesichtszügen, beeindruckenden geraden Rücken und beeindruckenden Muskeln, die sich unter seiner Rüstung abzeichneten. Da bemerkte die Vesai das Bündel, welches er vor sich trug und erkannte im nächsten Moment die Triopta wieder. Es war die ihrer Herrin Kleoniki, und dass sie nun vor ihr in den Händen dieses Mannes lag, konnte nur eins bedeuten, sie waren als Beweis ihres Todes hier. Sie geleitete den Mann in den Salon und klingelte nach einem anderen Höfling, der die Familie beisammen suchte.
Als Leandros mit seinen sechs Kindern Platz genommen hatte berichtete der hohe Offizier, dass Kleoniki mit einem Trupp auf eine Erkundungsmission über den Pardirdschungel geschickt worden waren. Der Insektokoper hatte bereits vorher einige Probleme gemacht, aber Kleoniki bestand auf eigenen Wunsch auf die Mission. Als ein plötzlicher Sturm auftrat wurde das Fluggerät mit ihm gerissen und zerschellte gegen einen Berg. Man konnte erst den Suchtrupp schicken als das Wetter sich beruhigt hatte. Als das Schiff von dem Sturm erfasst wurde, muss Kleoniki gegen die Scheibe geknallt sein, wobei sie ohnmächtig wurde und nicht mehr in der Lage war einen Zauber zu wirken. Sie hatte mehrere Knochenbrüche und eine Rippe hatte sich in ihr Herz gebohrt. Es war nicht so, dass die Partholonkinder gefühlskalt waren, aber sie waren diszipliniert ihre Gefühle nicht offen zur Schau zu tragen, jeder würde damit selbst fertig werden müssen, sie würden wahrscheinlich still in ihrem Kämmerchen weinen, ihren Schmerz mit Wein ertränken und dann das Geschehene mit Leibesübungen vergessen machen. Außerdem wäre es nicht so gewesen als ob die Hausherrin ihre Kinder auf einen solchen Moment vorbereitet hätte, denn sie waren eine Kriegerfamilie und im Krieg starben nun mal Menschen. Doch ihr Vater Leandros war kein Partholon, er stürzte sich offen in die Trauer und keines seiner Kinder fühlte sich stark genug ihn trösten zu können. Nach einigen Tagen versammelte die älteste Tochter Kleoniki, die nun Erbin des Hauses war, ihre Geschwister zu sich und versicherte ihnen allen ihre Unterstützung und wenn noch jemand in der Trauer zergehe solle er zu ihr kommen, die zwei jüngsten Brüder würden noch am Abend sie aufsuchen, aber ansonsten waren den übrigen Geschwistern klar, dass es so gut war, und dass jeder einmal sterben würde und für einen Partholon lieber bei einem Einsatz oder auf dem Schlachtfeld, als hochbetagt auf dem Sterbebett. Im Grunde waren sie für ihre Mutter sogar froh. Der Hausherr kam damit gar nicht klar, er ließ sich tagelang nicht blicken, ließ sich das Essen in sein Büro bringen und achtete nicht mehr auf sein Äußeres. Kleoniki, die ab und an nach dem Vater sah berichtete den anderen beim Essen wie es bei ihm stank und dass er wohl nicht der große Kämpfer sei für den sie alle ihn gehalten hatten. Die Bibliothek wurde zum Tabu, jeder der es auch nur in Leandros´ Nähe wagte wurde von diesem rüde hinausgeworfen. Kleoniki mussten einigen Honoraten hinterher, weil ihr Vater diese entlassen hatte, um sie zu beschwichtigen und wieder einzustellen. Adrianos war am schlimmsten dran, er war der Einzige unter den Kinder, der seiner Mutter so unglaublich ähnlich sah. Wenn sich Vater und Sohn durch Zufall auf dem Gang begegneten machte der Ältere Gesten als ob er dem Sohn das Gesicht zerkratzen wollte, ließ dann aber nur müde die Arme sinken und bestrafte ihn stattdessen mit einem hasserfüllten Blick.
Dies ging zwei Nonen so, bis sich die angehenden fünf jüngeren Partholonoptimaten vorsichtig in den Gang schlichen in dem sich das Büro ihres Vaters befand. Kleoniki war dort drin und machte ihrem Vater Vorwürfe über sein Benehmen. Schließlich ermahnte sie ihn und gab ihm den Rat sich auf ein Bauernanwesen seiner Familie zurückziehen zu sollen und dort seine Trauer in Arbeit zu verwandeln. Am Abend vor seiner Abreise zum Kouramnionanwesen ruft der Vater noch seinen Sohn Adrianos zu sich ins Büro.

Adrianos betritt den Raum und wird von einer Wolke aus Schweiß und Verdauungsgeruch erschlagen. Er muss würgen beherrscht sich jedoch. Sein Vater hängt wie ein nasser Sack auf seinem Arbeitssessel, der von leeren Weinkrügen und Glaskaraffen umringt ist.
„Vater, Ihr habt nach mir schicken lassen?“
Der Optimat hebt seinen glasigen Blick und schaut dem Sohn kurz ins Gesicht. Er nimmt die blauen Augen und blonden Locken wahr. Er muss an sie denken, es sind ihre Augen und ihre Locken, ihre Lippen und ihre Gesichtszüge... Er wendet den Blick ab, er erträgt es nicht. Leandros holt tief Luft, macht eine bedeutungsvolle Geste und beginnt zu sprechen: „Bevor ich morgen abreise muss noch eine Sache hier klären. Diese Sache betrifft dich, mein Sohn.“
„Worum geht es, Vater?“
„Es geht um dein Projekt.“, antwortet der Ältere knapp.
„Welches Projekt? Ich habe viele.“, erwidert Adrianos keck.
„Das Projekt mit der Flugmaschine. Ich will, dass du alles was mit ihr zu tun hat vernichtest!“
„Vater, das kann ich nicht! So viel Arbeit wie darin steckt. Mutter würde es auch nicht wollen!“
„Lass deine Mutter aus dem Spiel, mein Kind. Nur wegen deinen Spinnereien ist sie überhaupt auf die Idee gekommen mit der Fliegerei wieder anzufangen!“
„Ich verstehe nicht?“
„Deine Mutter war eine der besten Pilotinnen diesseits von Dorinthapolis. Ich habe sie im Einsatz kennen gelernt. Sie hat mich ins Lazarett geflogen! Nur wegen ihr habe ich überlebt!“ Adrianos nickt. „Sie hat mir versprochen mit der Fliegerei aufzuhören, nachdem wir uns vermählt haben. Sie hat es auch all die Jahre durchgehalten, aber dann kamst du mit deiner tollen Idee!“ Der Optimat springt aus dem Sessel und gibt dem Jungen eine Ohrfeige. Adrianos bleibt fassungslos stehen.
„Sie war wieder Feuer und Flamme für die Fliegerei. Sie hat mir versprochen es nicht lange zu machen und keine gefährlichen Missionen anzunehmen. Aber der Rausch des Fluges hat sie gepackt! Sie ist mir entglitten! Es war deine Schuld, dass sie tot ist! Arrggghhhh…“ Leandros packt einen Keramikkrug und wirft ihn in Richtung seines Sohnes. Er trifft lediglich die Wand. „Warum? Warum musstest du gehen, Liebste? Warum hast du mich hier allein gelassen?“ Eine weitere Flasche zerschellt an einer anderen Wand.
„Vater, beruhigt Euch doch! Bewahrt Eure Fassung, so wie es sich für unseren Stand gehört.“, Adrianos ist bleich geworden, so hat er seinen Vater noch nie erlebt. Er beißt sich auf die Unterlippe und presst zwischen den Zähnen hervor: „Ihr seid doch gar nicht allein…“
Leandros wird wieder ruhig.
„Du bist wie deine Mutter, mein Junge… Ich HASSE dich. Du erinnerst mich bis ins Letzte an sie! Solange du da bist werde ich hier keinen Frieden finden!“
„Auch ich werde bei deinen Eskapaden keinen Frieden finden, Vater!“, das letzte Wort spuckte der Jüngere förmlich aus.
Leandros stürmt auf Adrianos zu, bleibt aber nur einige fingerbreit vor seinem Gesicht stehen und beginnt bestimmend zu sagen: „Ich bitte dich ein letztes mal, vernichte deinen Insektokoper!“
„Vater, das kann ich nicht tun. Es steckt so viel Arbeit und Herzblut darin! Wir sind fast soweit ihn fliegen zu können! Ich werde ihn nicht zerstören!“, sagte Adrianos mit Nachdruck.
Leandros macht einen Schritt zurück und schaut fassungslos in das Gesicht seines Sohnes. Er setzt den finstersten Blick auf den Adrianos je von ihm Gesehen hat.
„Ich habe meine Gattin, deine Mutter an solch eine Apparatur verloren… Meinen Sohn werde ich nicht auch noch daran verlieren!“, mit diesem Satz stürmt der Ältere aus dem Raum und beginnt zu rennen. Einige Herzschläge bleibt Adrianos im Büro stehen, bis langsam die Erkenntnis in ihn sickert, was sein Vater vorhat. Er macht auf dem Absatz kehrt und hechtet die Flure entlang nach Draußen. Vor der Schmiede steht Leandros. Ganz ruhig, wie der Himmel vor einen Sturm. Nur der Wind, der über die Wiese weht zerrt an seiner Kleidung. Adrianos bleibt keuchend einige Schritt entfernt stehen. Sein Vater macht eine Geste und spricht eine Formel und ein gewaltiger Flammenball schießt aus seinen beiden Händen. Mit einer riesigen Explosion trifft der Ball die Schmiede. Sie geht sofort in einem gigantischen Flammenball auf. Adrianos schaut entsetzt auf das brennende Gebäude. Das Licht der Flammen spiegeln sich in seinen Augen wider, während sein Vater kühl an ihm vorbei zieht und ihm zuflüstert: „Bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt…“ Das Gebäude wird umgehend gelöscht. Die übrigen Partholonkinder kommen hinzu.
Nachdem die Flammen gelöscht sind und Adrianos zusammen mit seinen Geschwistern angeregt diskutiert, tritt Sayuri an die feuchte Ruine der Schmiede. Leise Tränen stehlen sich über ihr Gesicht. Aufrecht beobachtet sie wie einige Leute der Gyldaragarde der Stadt aus der Schmiede treten. Sie ist bis zu den Grundmauern abgebrannt, der Insektokoper vollständig zerstört. Die Gardisten tragen drei Gestalten heraus, der alte Schmiedemeister, die neue Lehrling und schließlich ihren Bruder, der als vollausgebildeter Schmied ebenfalls in der Schmiede schlief. Ihre Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, aber die drei lassen sich gut voneinander unterscheiden, sodass die junge Vesai neben den leblosen, hohen, schlanken Körper auf die Knie fällt. Sein einzelner Ohrring, den er immer so keck zur Schau stellte um bei jungen Mägden verruchter zu wirken. Mit zittrigen Händen fummelt sie den geschmolzenen Klumpen von seinem verbrannten Ohr und fädelt ihn auf ihre Kette auf, neben dem Drachenamulett.
Leicht wankend dreht die junge Vesai zu der Partholonfamilie um und geht auf diese zu.
„Ich würde gerne aus Euren Diensten entlassen werden, Exzellenz!“, mit einem tiefen Knicks verneigt sie sich vor der neuen Hausherrin. Kleoniki versteht und nickt, dann beugt sie sich vor und flüstert Sayuri ins Ohr: „Adrianos bat mich auch zu gehen. Bitte geht mit ihm und passt auf ihn auf!“ Ergeben nickt Sayuri und kehrt auf ihr Zimmer zurück.
Der nächste Tag ist ein Tag des Abschiedes. Leandros macht sich auf den Weg zu seinem Familienanwesen auf dem Land, während Adrianos, mit einem Empfehlungsschreiben in der Tasche, und Sayuri in die andere Richtung, nach Balan Tholdaron ihre Reise antreten.
Dort mussten sie sich in dem Kastell bei Panagiota te Partholon melden, sie war eine entfernte Tante von Adrianos. In der Stadt waren Unruhen ausgebrochen und die ersten Spione waren in der Stadt unterwegs um den Grund zu finden. Adrianos saß am Kommandantentisch gegenüber seiner Tante. Vor ihnen auf dem Tisch war ein Modell der Stadt aufgebaut worden. Ein dunkelgekleideter Mann stand stramm daneben.
„Nun, Alros, was habt Ihr zu berichten?“, fragte die Kommandanta.
„Nun, wie es scheint hat eine junge Frau unter den Rebellen das Sagen.“, vermeldete der Agent. „Ihr Name ist Dilara serra Chrysotheos.“
„Wie bitte?“, die Partholon schlug die Handflächen auf den Tisch und erhob sich so rasch, dass ihr Stuhl umfiel. „Eine Chrysotheos?“
„Ja, Kommandata. Zumindest nennt sie sich so…“, nickte der Legionär. „Sie hat die Leute auf ihre Seite gebracht. So wie es scheint paktiert sie darüber hinaus mit Dämonen um die Bürger gehörig zu machen, da sie von allein keine magischen Fähigkeiten besitzt.“
„Woher wisst Ihr, dass sie nicht magisch begabt ist?“, mischte sich Adrianos zu Wort.
Der Soldat salutierte vor ihm: „Ich bin magisch geschult und wurde auf diese Mission geschickt, weil ich Magie erkennen kann, Sir!“
Adrianos nickte und lehnte sich über den Tisch: „Wo befindet sich ihr Hauptquartier?“
Alros trat vor und zeigte auf ein hohes Gebäude: „Dies ist das ehemalige Amaunirhaus, es steht aber bereits zwei Jahrzehnten leer. Es ist hoch, hat aber keinen Keller.“
„Was ist mit den anderen Agenten?“, fragte Panagiota te Partholon.
„Sie wurden gefangen genommen. Es besteht keine Hoffnung, sie wurden alle bei Ritualen geopfert.“
Ein böses Funkeln leuchtete in den hässlichen, blutunterlaufenden Augen der Offizierin. Ihr Gesicht war von Narben verunstaltet, die halbe Nase fehlte ihr und den grimmigen Blick, den sie nun aufsetzte machte sie noch hässlicher.
Adrianos nickte: „Dann haben sie keine Fluchtmöglichkeiten. Wir werden sie von beiden Seiten in die Enge treiben.“
Seine Tante hob eine Augenbraue: „Wie bitte? Von beiden Seiten?“
Adrianos grinste breit: „Wir werden das Gebäude umstellen, sie werden nach oben flüchten, woanders können sie nicht hin, aber bevor sie vom Dach fliehen können, werde ich dort mit meinem Trupp stehen und sie an der Flucht hindern.“
„Potzblitz.“, meinte die Optimatin. „Soldaten auf dem Dach stationieren, nicht schlecht dafür, dass du so jung bist und dies deine erste Schlacht ist!“ Sie war beeindruckt und um ihm ihre Gunst zu zeigen beauftragte sie Adrianos mit der Ausführung dieser Mission, er solle die Soldaten einteilen, sie strategisch klug in der Stadt verteilen und die weiteren Treffpunkte ausräuchern.
Voller Tatendrang machte sich der junge Partholon an diese gewaltige Aufgabe. Damit könnte er es allen zeigen, seine erste Schlacht sollte ein Erfolg werden und mit so wenig Opfern wie möglich über die Bühne gehen. In der Nacht vor der Stadtbefreiung trat Adrianos in das Zimmer von Sayuri und legte sich in ihre Arme. „Habt Ihr Angst?“, fragte sie.
Über diese Frage musste er lachen, nachdem er sich beruhigt hatte, sagte er: „Seltsamerweise verspüre ich keinerlei Angst. Nein, es ist Aufregung, Tatendrang, ich will endlich etwas tun, etwas erleben, Erfolg haben! Ich glaube, dass ich für den Krieg und zum Führen geboren wurde. Es liegt mir einfach im Blut! Ich bin vorbereitet, der morgige Tag kann kommen und wir werden siegen!“
Und sie siegten - Balan Tholdaron war befreit. Drei Tage dauerten die Kämpfe in den Straßen, bis endlich die letzten Rebellen fielen.
Adrianos trat in das Büro von Panagiota te Partholon, sie begrüßte ihren Neffen mit den Worten: „Ich bin begeistert, mein Junge!“ Sie klopfte ihm freundschaftlich auf den Rücken. „Das hast du wirklich fabelhaft gemacht, aber ich glaube, dass dein Talent hier verloren wäre!“
„Hmm?“, der junge Mann schaute verwirrt.
„Ich habe mit meinen Vetter Myratias nah Partholon geschrieben. Er ist Offizier an der draydalischen Front. Ich denke, und auch er, wir denken, dass du dort dein Können beweisen solltest! Ich habe bereits ein Empfehlungsschreiben hier!“
Adrianos´ Augen leuchteten vor Stolz: „Das wäre großartig! Wann kann es losgehen?“

„Sofort!“ Ein großer kräftiger Dorinther tritt durch die Tür in den Raum ein. Adrianos dreht sich überrascht um und nimmt Haltung an.
„Adrianos, dies ist Myratias nah Partholon“, erklärt die Offizierin beiläufig. Sayuri, die sich stramm an der Wand im Hintergrund steht, wirft Adrianos einen warnenden Blick zu. Der junge Partholon findet darüber seine Sprache wieder und stellt sich und seine Adjutantin vor.
„Es ist schön, dass es noch so viel versprechende junge Menschen gibt, wie Euch, Adrianos.“ Er nickt gönnerhaft Adrianos zu. „Ihr habt Euch in dem Scharmützel bereits einen Namen gemacht und das noch in der Ausbildung!“
„Es ist uns eine Ehre, Euer Exzellenz“, erwiderte Sayuri, was Myratias mit einem Kopf nicken bestätigte.
Die Kommandanta schüttelt den Kopf: „Ihr hättet doch nicht direkt nach meinem Brief persönlich hierher kommen müssen, Bruder.“
„Nun, ich wollte das Antwortschreiben persönlich überbringen und meinen neuen Schüler und seine Adjutantin direkt mitnehmen.“
„Als mein vorgesetzter Offizier habt Ihr natürlich das Recht dazu.“
„Wunderbar!“ Der Offizier reibt sich seine Hände. „Dann kommt ihr Beiden!“ Sie verlassen die Kommandantur und betreten einen Exerzierplatz auf dem sich fünf Dutzend Soldaten aufhalten. Myratis stellt sie vor.
Am nächsten Tag reisen alle per Luftschiff nach Xarxaron. In der Stadt werden Adrianos und Sayuri im Fliegen ausgebildet, sowie den Kampf gegen die Draydal. Adrianos neuer Mentor ist oft Nonen lang weg um den Krieg gegen die Drydal selbst zu führen. Sein magisches Training übernimmt ein Lehrer aus dem Hause Tharamnos, der sich als noch rigoroser herausstellt als sein ehemaliger Mentor Theokles.
Nach zwei Jahren sind sie bereit für die erste Kampagne gegen die Draydal. Neben logistischen Nadelstichangriffen soll auch die örtliche Bevölkerung geschützt und unterstützt werden. Es ist ein Spezialeinsatz mit acht mal acht Soldaten und acht Insektokopern. Schon auf dem Flug zum Einsatzgebiet ist ein Insektokoper aufgrund von Materialermüdung abgestürzt. Das Militär braucht dringen neue Apparate, aber der Thearch hockt auf den Staatseinnahmen und sieht nicht die Notwendigkeit mehr in die Rüstung zu stecken.
Ein späterer Einsatz der Truppe lautet: Eine ganze Siedlung nahe der Grenze in der anthalischen Savanne wurde von einem draydalanischen Kampftrupp verschleppt. Die Draydal können keine Nahrung zu sich nehmen. Sie ernähren sich über Lebenskraft anderer Geschöpfe. So war das Ziel des Einsatzes die entführten Bewohner Siedlung zu befreien und dem Gegner wertvolle Nahrung zu entreißen. Zunächst musste das Ziel mit Insektokoperflügen ausgekundschaftet werden. Da es sich hinter dem Ghulenwall befand, wurde Sayuri, die sich als beste Insektokoper Pilotin auftat, für den Aufklärungsflug ausgewählt. Sechs weitere Soldaten begleiteten sie dabei. Unglücklicherweise stürzte ihr Insektokoper durch Sabotage eines draydalanischen Spions ab. Drei Soldaten starben bei dem Absturz, darunter der Saboteur. Die Überlebenden konnten sich in einer nahe gelegenen Höhle verstecken. Sayuri musste nun als ranghöchste Soldatin kühlen Kopf bewahren und teilte Wachen ein. Die letzte Wache meldete eine vorbeiziehende Karawane bei Sonnenaufgang. Sie mussten in der Nähe die Nacht verbracht haben und den Absturz bemerkt haben. Nun bei Tageslicht wurde der Insektokoper nach brauchbaren Teilen durchsucht. Die imperialen Soldaten konnten die Leibwächter der Karawane ausschalten und somit den Karawanenführer festsetzen.
Sayuri nahm sich den Mann, einem kleinen, Wiesel ähnlichen Vinshina in die höchstnotpeinliche Befragung und erhielt so wichtige Informationen. Im Austausch erlaubte die Adjutantin dem Händler Geleit ins Imperium. Die Karawane wurde aufgelöst und die Güter zur Reparatur des Insektokopers genutzt.
Notdürftig, unter Sayuris Aufsicht und Anweisungen wieder zusammengeflickt, hob die Maschine am nächsten Tag ab und man übergab Myrterias die Geisel. Der Offizier befragte den Mann ein weiteres Mal und dieser verriet ihm, dass er mit der letzten Lieferung ein wichtiges Buch in eine nahe gelegene Karawanserei brachte. Zumindest glaubte der Mann, dass es wichtig ist, denn der Geleitschutz der ihm gestellt wurde war um ein vielfaches stärker als sonst.
Nachdem der Mann geredet hatte, trat Myratis an ihn heran und flüsterte dem Mann etwas ins Ohr. Er wurde kreidebleich und flehte um Gnade: „Sie hat es versprochen! Die Frau hat versprochen, dass ich ins Imperium kann!“, sein Flehen ging in einem Gurgeln unter, als die Machira von Myratis schon in seinem Herzen gestoßen wurde. „Lasse niemals einen Draydal länger am Leben als es nötig ist“, belehrte der Optimat seine Schüler und zog die Waffe aus der Brust des Mannes. Adrianos und Sayuri verstanden auf Anhieb was er meinte. Nachdem er das Blut von der Klinge wischte, trat er an Sayuri heran und reichte ihr die Hand. Er bedachte sie mit einigen hohen Worten und bedankte sich bei ihr für ihr Können und ihre Führung in der Not. Danach drehte er sich zu Adrianos und sagte, dass er sich diese Honoratin etwas Besonderes sei und fügte mit einem Zwinkern hinzu: „Verscherzt es Euch nicht mit ihr. Sie könnte Euch eines Tages das Leben retten.“
Noch am Abend wurde ein Kriegsrat einberufen und die Soldaten bereit gemacht. Die Karawanserei sollte noch in dieser Nacht geschleift werden. Die Tarnmagie der Insektokoper lies sie geräuschlos auf das steinerne Gebäude zu fliegen. Sayuri nickt Adrianos zu. Sie ist die begabtere Pilotin und so fliegt sie voraus an der Speerspitze. Sie erreichen die Karawanserei. Einige Schritt vor ihr landeten die Apparate und ließen die Soldaten heraus. So tief im Hinterland rechnete niemand mit Angriffen und so waren die Verteidigungsanlagen des Handelsposten nur aus Erdwällen errichtet, die leicht zu überklettern waren. Die Insektiokoper hoben wieder ab um in einigen Hundert Metern Entfernung hinter einer Düne zu warten. Die Garnison war vollkommen von dem Kommen überrascht. Bevor der Alarm ausgelöst werden konnte wurden die ersten Draydal ausgeschaltet. Adrianos und Sayuri begaben sich in das Hauptgebäude.

Es war stickig in dem steinernen Gebäude. Scheinbar brauchten die Draydal nicht nur keine Nahrung, sondern auch keine Luft zum Atmen. Adrianos schlich voraus und spähte um eine Ecke, der Gang war leer. Er winkte Sayuri zu sich und sie umrundeten vorsichtig die Ecke. Die gesamte Karawanserei war sehr kahl und schlicht gehalten, kein Schmuck war an Wänden und auf dem Boden zu sehen. Aus der Ferne hörten sie Alarmglocken läuten und schwere Schritte und Bewegungen in dem alten Gemäuer. Nun musste es schnell gehen. Die Truppen hatten den Befehl das Gebäude einzunehmen, doch der Partholon und seine Gefährtin hatten von dem Offizier einen eigenen Geheimauftrag erhalten, sie sollten um jeden Preis dieses Buch finden, von dem der Händler sprach. Myratis hatte ihnen keine weiteren Details genannt, aber dieses Buch würde den Gegner einen schweren Hieb versetzen, der Heerführer war sehr überzeugt davon. Nach einigem Suchen war die Bibliothek gefunden und das Buch und einige weitere wichtige Dokumente entwendet. Die in der Karawanserei stationierten Blutghule konnten die imperialen Myrmidonen zwar zurückschlagen, aber das Buch der Chrysotheos war in der Hand des Partholon.
Ihr Offizier Myratias nah Partholon nahm Adrianos seine Prüfung ab und machte ihn zum Adeptus Minor. So erhielt er seine Triopta. Sein Siegel befindet sich nun im Besitzt seines neuen Mentors. Nach dem Sieg über einen weiteren Außenposten, in dem sich wieder Adrianos als meisterlicher Stratege hervortat, endete die zehn Jährige Dienstzeit an der draydalischen Front für Myratias nah Partholon und er wurde in ruhigere Gefilde versetzt. In der Stadt Sidor Echiba sollte ein neues Kammerhaus entstehen und er sollte als verdienter Offizier dort die Leitung übernehmen.
Zunächst blieben Adrianos und Sayuri in Draydal unter verschiedenen Befehlshabern kämpften sie gegen Ghule und Pardir und erreichten einige Erfolge mit Nadelstichangriffen.
Doch Myratias nah Partholon sehnte sich nach seinen Lieblingsschüler und holte Adrianos auf diese Weise aus dem Kriegsgebiet an seine Seite.

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BeitragThema: Re: Adrianos ya Partholon & Sayuri serra Partholon   Fr Jan 30 2015, 16:15

Wichtig: lesen Meister, unser Hintergrund!
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Martinos
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BeitragThema: Re: Adrianos ya Partholon & Sayuri serra Partholon   So Feb 01 2015, 20:48

Gelesen! Respekt für eure Einsatzbereitschaft!
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BeitragThema: Re: Adrianos ya Partholon & Sayuri serra Partholon   

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